deezer

Anfänge

Der Franzose Daniel Marhely gründete die Musik-Plattform BlogMusic im Jahr 2007. Nur ein Jahr später benannte er das Projekt in Deezer um. Überzeugt von seiner Idee das Hören und Teilen von Musik leichter zu machen, fing er an Investoren zu suchen. 2008 kamen dabei bereits 5 Millionen Euro zusammen. Deezer Premium startete 2009, als die Streaming-Plattform 7 Millionen Nutzer zählte. Vertriebsparterschaften boten sich an und die Marke wuchs stark an. 2012 wurden insgesamt 70 Millionen Euro eingesammelt. 2013 wurde Deezer weltweit verfügbar.
Mittlerweile ist Deezer nach dem Giganten Spotify ein Top-Player in der Musik-Streaming-Branche. Dezember 2019 gab Deezer-Chef Hans-Holger Albrecht an, dass Deezer 14 Millionen aktive Nutzer hat. Im Januar 2019 hatte Deezer 7 Millionen zahlende Abonnenten.

Angebot

Über 90 Millionen Songs, 100 Millionen Playlists, Podcasts, Hörbüchern und Radiosendern sind durch Deezer erreichbar, was es zu einem der größten Audiokataloge macht. 2021 fing Deezer an, Original Podcasts zu erstellen. Um den Übergang von einer anderen Musik-Streaming-Bibliothek zu Deezer zu erleichtern, gibt es eine extra Funktion zum Musik übertragen. Songs und Playlists von anderen Anbietern wie Spotify, TIDAL, Apple Music, YouTube Music, Amazon Music, etc. kommen somit direkt auf Deezer.
Es ist auch möglich eigene Songs im Mp3-Format zu importieren. Dies ist nützlich für Personen mit einem speziellen Musikgeschmack, wenn die Musik nicht weitgehend auf Streamingplattformen erhältlich ist. Leider darf die Menge nicht 2000 Songs überstreiten, was wesentlich kleiner als bei Anbietern wie Google Play ist, wo die Grenze bei 50000 liegt. Zudem dürfen 200 MB nicht überzogen werden und eigene Songs können nicht mit Coverbildern verziehrt werden.

Preise


Deezer free ist kostenlos, aber es existieren zwischenzeitliche Werbeeinblendungen, man muss auf den Offline-Modus verzichten, Musik hört man nur im Zufallsmodus und die Soundqualität ist vermindertert. In der kostenlosen Variante streamt man mit 128 kbit/s, während der Premiumtarif dies auf 320 kBit/s erhöht. Der Zugriff auf Deezer High Fidelity Sound ermöglicht verlustfreie Klangqualität durch 16-bit FLAC und ist im Premiumabo inbegriffen. Die Bitrate beträgt dabei 1411 kBit/s. Premium ermöglicht es außerdem die Qualität manuell einzustellen. Früher gabe es ein eigenes Abo-Modell für den HiFi-Sound, doch der ist seit 2022 in allen Bezahlabos mit enthalten und sorgte damit für eine Preiserhöhung.
Es wird eine 30 tägige Testphase für Deezer Premium angeboten. Danach zahlt man 10,99€ im Monat, wobei man jederzeit das Abo kündigen kann. Wenn man sich für ein Jahresabo verpflichtet, sinkt der monatliche Preis auf 8,24€. Als Student zahlt man sogar nur 5,99€. Mit Deezer Family erhält man für den Preis von 16,99€ pro Monat gleich 6 Premium-Konten.

Vergleich Deezer Free unf deezer Premium

Flow

Der Anbieter ist stolz auf seine seit 2014 bestehenden Funktion namens Flow. Dieser lernfähigen Algorithmus stellt Playlists und EMpfehlungen zusammen.
Indem man einen Song mit Herz oder X markiert, zeigt man seine Musikvorzüge und die Musikempfelungen werden genau auf einen zugeschnitten. Entweder der SOng landet mit dem Herz auf der Favoritenliste oder das X verbannt den Song von den Empfehlungen. Schon direkt nachdem man sich registriert, wird man über seine Vorlieben befragt. Wenn man neu ist, sollte man viele Songs bewerten, um den Algorithmus seine Vorkieben näher zu bringen.
Je nach aktueller Stimmung kann man außerdem aus verschiedenen "Moods" auswählen, die passende Playlists anbieten.

Vor- und Nachteile
+ -
Riesiges Musikarchiv Reagiert ab und an träge
Einfache Bedienung Kein Gapless-Playback wie Spotofy
(Pausenloses Abspielen)
Familienaccount Musikimport ausbaufähig
Deezer Originals

Deezer for Creators

Deezer entwickelt auch eine App für Künstler, um ihre Veröffentlichungen auf Deezer zu beobachten und analysieren. Mit “Deezer for Creators” können einfach und mobil Daten über die hergestellten Songs, Podcasts, etc. eingelesen werden, ob es sich um Analytics in einen Zeitraum von Tagen, Wochen oder Monaten handelt oder um Publikumsdaten. Dies ist wichtig, um seine eigene Leistung zu evaluieren. Die App soll die Daten auch selbst verarbeiten und Vorschläge zur Verbesserung anbieten.
Die „Creator“ werden benachrichtigt, wenn einer ihrer Songs oder Sprachaufnahmen auf einer von Deezer zusammengestellten Playlist landen. Für gerade diese Playlists wie auch für neu veröffentlichte Werke existieren sogenannte Promokarten, die über Social Media mit den Fans geteilt werden können. Die Karten enthalten den Namen der Playlist, in der die jeweiligen Künstler*innen vertreten sind bzw. den Titel des neu veröffentlichten Songs.
Deezer behauptet damit, die einzige App explizit für Content-Hersteller erstellt zu haben, die Anzeichen für Erfolg deutet und somit dabei hilft, das Marketing gezielt auszubauen. Die App steht nicht nur Mobil zum Download bereit, sondern sie ist auch auf dem Desktop verfügbar. Auf der Website creators.deezer.com ist das Aktualisieren der Biografie, des Profilbilds und das Ansehen der Streaming-Highlights möglich.

Deezer for Creators